Presse

19.08.2019, 11:38 Uhr

„Es darf uns nicht egal sein, was wir essen“

Gemüseanbau-Woche von Torbjörn Kartes endet mit Besuch Julia Klöckners – Appell für faire Preise

Mit einem Besuch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist am Freitag die Gemüseanbau-Woche von Torbjörn Kartes zu Ende gegangen. 

Im Pfalzmarkt in Mutterstadt drehte sich die Diskussion neben aktuellen Fragen zur Düngung, zur gesellschaftlichen Akzeptanz für die Landwirtschaft und zum Arbeitskräftebedarf vor allem um eines: faire Preise für das Gemüse. „Der Lebensmitteleinzelhandel hat eine enorme Macht gegenüber unseren regionalen Erzeugern – das wurde in der Diskussion und in allen meinen Besuchen und Gesprächen deutlich“, bilanziert Kartes. Der Bundestagsabgeordnete für Ludwigshafen, Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis hatte mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß u.a. den Pfalzmarkt, den Beregnungsverband und den RVB-Agrarservice in Beindersheim sowie Betriebe in Mutterstadt und Ruchheim besucht. Gemeinsam mit dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. hatte er zum Abschluss Bundesministerin Julia Klöckner eingeladen.

„Der Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel setzt unserer regionalen Landwirtschaft zu. Die vielen Gemüsebauern, mit denen ich gesprochen habe, sagen mir: Nur wenige Cent mehr pro Salatkopf und sie könnten wirtschaftlich arbeiten“, berichtet Kartes. „An vielen Stellen, über die wir gesprochen haben, ist die Politik gefordert. Aber gerade in Bezug auf die Preise haben wir alle eine Verantwortung. Es darf uns nicht egal sein, was wir essen.“ Gerade gegenüber den großen Discountern gebe es kein faires Geschäftsverhältnis zweier gleichwertiger Partner. „Wenn die Tomaten in Spanien billiger zu haben sind, dann sind die innerhalb eines Tages da und unsere Bauern gehen leer aus. Aber da kann dann jede einzelne Kundin und jeder einzelne Kunde im Kleinen Politik machen und stattdessen zu regionalen Produkten greifen. Unsere heimische Landwirtschaft sollte es uns wert sein, und besser für die Umwelt ist es auch!“